Wir haben in unserem Projekt das
Glück, dass wir durch die enge Zusammenarbeit mit der Jugendbildungsstätte Kaubstraße
e.V. in Berlin-Wilmersdorf eine besonders gute Ausbildung
erhalten. Schon dafür lohnt es sich, im Projekt mitzumachen!
Die Grundausbildung dauert 9 Tage. Sechs im Block mit
Übernachtung
in der Jugendbildungsstätte Kaubstraße.
Anschließend
drei einzelne Projekttage an wechselnden Orten, z.B. im Fuchsbau oder COMIX.
Am ersten Tag lernt man sich kennen, die Zimmer werden eingeteilt und
die Abläufe der Woche besprochen. In den
nächsten Tagen
wird mit Hilfe von Rollenspielen, Kooperationsspielen,
Vorträgen
und Diskussionen die Methode der Mediation erlernt und geübt.
Dazwischen gibt es viel Freizeit, die wir oft gemeinsam gestalten. Am
letzten Abend wird in der Regel eine Abschiedsparty gefeiert.
Bei den drei Projekttagen wird das Erlernte wiederholt,
vertieft
und überprüft, um noch vorhandene Lücken
herauszufinden.
Schließlich wird bekannt gegeben, wer ein
Zertifikat
bekommt. Dieses wird von den AusbilderInnen („Teamer") im
Rahmen
einer abendlichen Zertifikatsfeier an der Schule überreicht.
Natürlich sind Eltern, FreundInnen und andere Verwandte und
Bekannte dabei. Außerdem die Schulleitung,
LehrerInnen und
weitere geladene Gäste.
. Die
Grundkenntnisse werden regelmäßig in Aufbaukursen
erweitert. Mit der ersten erfolgreichen Teilnahme am Aufbaukurs im
Herbst erlangen die MediatorInnen das Recht, eigenständig (d.h. ohne
ältere MediatorInnen) Mediationen durchzuführen.
Seit 2005 liegt eine
Besonderheit unserer Ausbildung darin, dass sogenannte
"Peer-Trainer" zum Einsatz kommen: ungefähr acht bis zehn
ausgewählte MediationsschülerInnen bilden die Neuen mit aus.
Das hat mehrere große Vorteile. Die Neuen und die Erfahreneren
wachsen von Anfang an zu einer festen Gruppe zusammen. Die
Jüngeren lernen von Jugendlichen zum Teil leichter als von
Erwachsenen. Die Älteren verinnerlichen selbst in besonders
intensiver Weise die Ausbildungsinhalte und machen meistens einen
riesigen Entwicklungssprung in Bezug auf Selbstbewußtsein
und Sprachfähigkeit. In der Folge unterstützen sie in
Einzelfällen sogar die Grundausbildung an anderen Schulen.
Informationen über den nächsten Ausbildungsjahrgang
(Frühjahr 2012) gibt es hier.
Fotos der letzten Ausbildungsjahre hier.